Transparenz

Rohmaterialien und Garn

Bevor ein Kleidungsstück bei dir ankommt, legt es einen Weg zurück. Er beginnt auf einem Feld, im Wald oder bei einer Schafherde und führt über die Spinnerei zum Garn, aus dem später Stoff wird. Hier zeigen wir, wo dieser Weg für unsere einzelnen Materialien beginnt.

Transparenz

Rohmaterialien und Garn

Bevor ein Kleidungsstück bei dir ankommt, legt es einen Weg zurück. Er beginnt auf einem Feld, im Wald oder bei einer Schafherde und führt über die Spinnerei zum Garn, aus dem später Stoff wird. Hier zeigen wir, wo dieser Weg für unsere einzelnen Materialien beginnt.

GOTS zertifiziert

Bio-Baumwolle

Bio-Baumwolle wächst vor allem in warmen, sonnenreichen Regionen mit einer langen frostfreien Vegetationsperiode. Die größten Anbauländer sind Indien, das mit weitem Abstand den größten Anteil an der Weltproduktion liefert, gefolgt von der Türkei, China, Kirgisistan und Tadschikistan. Auch afrikanische Länder wie Tansania bauen Bio-Baumwolle an. Aus diesem Kreis der typischen Anbauländer stammt auch unsere Baumwolle. Welches Land genau hinter einem einzelnen Kleidungsstück steht, kann von Bestellung zu Bestellung wechseln, unabhängig davon gilt für jede Charge das GOTS-Zertifikat. Es deckt die gesamte Kette ab, von der Ernte der Rohfaser bis zur Spinnerei, in der sie zu Garn verarbeitet wird.

In Europa spielt der Baumwollanbau kaum eine Rolle. Die Pflanze braucht für eine gute Ernte etwa 180 bis 200 frostfreie Tage mit viel Wärme und Sonne, gefolgt von einer trockenen Phase, in der die Kapseln reifen. Die meisten europäischen Regionen sind dafür zu kühl oder die Saison zu kurz. Nur in wenigen südeuropäischen Gebieten, etwa Teilen Griechenlands und Spaniens, reicht das Klima aus, allerdings in einem Umfang, der für die weltweite Textilproduktion kaum ins Gewicht fällt.

Recycelte Baumwolle und Wolle

Neben Neuware setzen wir zunehmend auf recycelte Baumwolle und Wolle. Der Rohstoff dafür ist bereits verarbeitetes Textilmaterial, das über den Global Recycled Standard (GRS) zurückverfolgt wird, vom Ursprung des Alttextils bis zum neuen Garn.

Tencel

Tencel entsteht aus Holz, überwiegend von Eukalyptus-, Fichten-, Kiefern-, Birken- und Buchenbäumen. Der Hersteller Lenzing bezieht das Holz aus zertifizierten oder kontrollierten Quellen. Aus dem Zellstoff wird die Faser in einem geschlossenen Kreislaufverfahren gewonnen, bei dem laut Lenzing mehr als 99,8 Prozent des Lösungsmittels zurückgewonnen und erneut eingesetzt werden.

Ecovero

Ecovero stammt von der Firma Lenzing und wird aus Holz gewonnen, das aus zertifizierten oder kontrollierten Quellen kommt. Das Holz wird zu Viskose verarbeitet, ein Prozess, der laut Lenzing mindestens 50 Prozent weniger Wasser und Emissionen verursacht als herkömmliche Viskose. Bestätigt wird das über das EU Ecolabel.

Wolle

Unsere Wolle stammt von Höfen, die nach dem Responsible Wool Standard (RWS) zertifiziert sind. Welcher Hof genau hinter einem einzelnen Kleidungsstück steht, wechselt von Bestellung zu Bestellung und fragen wir jeweils bei unseren Lieferanten ab. Das RWS-Zertifikat gilt trotzdem für jede Charge und schreibt artgerechte Schafhaltung ohne Mulesing vor. Einen wachsenden Teil unserer Wolle beziehen wir zusätzlich als recycelte Wolle.

Elasthan

Bei einem Großteil unserer Stoffe setzen wir auf 100 % Naturfasern und verwenden, wo es technisch möglich ist, auch Baumwollfäden zum Vernähen. Gleichzeitig gibt es einige Stellen, an denen wir bewusst Ausnahmen machen, weil für uns auch die Langlebigkeit eines Kleidungsstücks entscheidend ist.

Bei wenigen körpernahen Jersey Styles verwenden wir deshalb bis zu 5 % Elasthan. Es sorgt dafür, dass die Kleidungsstücke ihre Form behalten und auch nach häufigem Tragen und Waschen nicht ausleiern.

Auch hier suchen wir kontinuierlich nach besseren Lösungen. Deshalb stellen wir ab Herbst/Winter 2026 erste Produkte auf ROICA™ V550 um. Für uns ist es derzeit die beste verfügbare Alternative zu konventionellem Elasthan. ROICA™ V550 wurde so entwickelt, dass sich die Faser unter bestimmten Bedingungen über die Zeit abbauen kann. Außerdem wurde das Material mit Cradle to Cradle Certified® Material Health Gold ausgezeichnet.

Auch bei den Nähgarnen wägen wir ab. Wo eine Naht beim Tragen stark gedehnt oder belastet wird, verwenden wir teilweise Polyesterfäden, da Baumwollfäden dort schneller reißen können. Unser Ziel ist, Naturmaterialien so konsequent wie möglich einzusetzen, ohne dadurch die Lebensdauer unserer Kleidung zu verkürzen.

Bei elastischen Bändern gibt es ebenfalls noch keine Lösung, mit der wir vollständig zufrieden sind. Deshalb achten wir darauf, sie so gezielt und sparsam wie möglich einzusetzen und arbeiten auch hier daran, bessere Alternativen zu finden.